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Sorbitintoleranz

Was ist Sorbit?

Sorbit ist ein Zuckeraustauschstoff und wird als Süßungsmittel und Feuchthaltemittel in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt, kann aber auch in der Natur vorkommen (Trockenfrüchte). Sehr häufig ist Sorbit in Kaugummi, zuckerfreie Produkte, Diabetikerprodukte u.a. enthalten. Sorbit wird im Dünndarm schlecht aufgenommen und kann weiterhin die Transporter für Fruktose (Fruchtzucker) blockieren. Daher unterscheidet man neben der reinen Sorbitintoleranz eine sorbitabhängige Fruktosemalabsorption. Dies ist von Bedeutung da Sorbit und Fruktose in der Nahrung (Obst) häufig kombiniert vorkommen. So kann es sein dass eine Person Sorbit alleine und Fruktose alleine gut verträgt, die Kombination aus beidem jedoch nicht (nach dem Kauen eines Sorbit-haltigen Kaugummis und anschliessendem Obstkonsum (Fruktose) können dann Beschwerden auftreten. Daher sollte immer auch eine Fruktoseintoleranz getestet werden. 

Warum kommt es zur Sorbitintoleranz?

Genau ist der Mechanismus der Sorbitintoleranz noch nicht erforscht. Es scheint so zu sein, dass das Sorbit bei einer Unverträglichkeit nicht ausreichend aus dem Dünndarm transportiert werden kann, in den Dickdarm gelangt und dort durch Gärung zur Gasbildung, Durchfall und Bauchschmerzen führt. Hiermit gehört es zu den FODMAP (siehe dort).

Wann könnte eine Sorbitintoleranz vorliegen?

Sollten klare Beschwerden nach dem Verzehr von Kaugummis, Bonbons, Lightgetränken, Honig, Diabetikerprodukten oder Obst bestehen könnte eine Sorbitintoleranz vorliegen. Wir können dies durch einen Wasserstoffatemtest in unserer Praxis testen. Dieser Test muss immer auch mit einem Frutkose (Fruchtzucker) Intoleranztest kombiniert werden.

Wo ist Sorbit enthalten?

Der Zuckeraustauschstoff Sorbit verbirgt sich in der Zutatenliste hinter der E-Nummer E420. Es gibt noch andere E-Nummern die sorbithaltig sind. Das sind E432, E433, E434, E435 und E436. Auch in natürlichen Produkten kommt Sorbit vor. Hier vor allem in Trockenfrüchten, in Birnen, Pflaumen, Äpfeln, Aprikosen, Pfirsichen und Rosinen.

Sorbitgehalt ausgewählter Lebensmittel (g/100g Lebensmittel)

Weissbier 0,0020, Heidelbeere 0,0040, Himbeere 0,0090, Johannesbeernektar schwarz 0,0200, Erdbeere 0,0300, Trauben 0,2000, Apfel 0,5100, Apfelsaft 0,5600, Aprikose (Marille) 0,8200, Rosine 0,8500, Pfirsich 0,8900, Sauerkirsche 0,9000, Dattel getrocknet 1,3500 Pflaume 1,4000, Kirsche, Süßkirsche 1,6000, Birne 2,1700, Apfel getrocknet 2,4900, Aprikosen getrocknet 4,6000, Aprikosen getrocknet 4,6000, Pfirsich getrocknet 5,3300, Pflaume getrocknet 6,5700,

Wie kann man die Sorbitintoleranz therapieren?

Es empfiehlt sich die Durchführung einer Auslassdiät wobei streng alle Sorbithaltigen Lebensmittel weggelassen werden. Danach wird die individuelle Verträglichkeit ausgetestet. Wir empfehlen dies unbedingt zusammen mit einer kompetenten Ernährungsberaterin durchzuführen.